Microsoft SideWinder X4 (1) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Das SideWinder X4 Keyboard ist die aktuelle Gamer-Tastatur von Microsoft: Ausgestattet mit verbesserter Anti-Ghosting-Technologie, sollen bis zu 26 Tasten gleichzeitig drückbar sein. Laut Microsoft erkennt das Keyboard jede einzelne Taste und kann die jeweiligen Signale problemlos zuordnen, so dass selbst komplexe Tastenkombinationen erfasst werden. In der Praxis haben wir bislang noch keine "blockierten" Tasten provozieren können, allerdings kann hier erst ein ausführlicher Test mit allen gängigen Tastenkombinationen (Stichwort: Duckjump) finale Klarheit bringen. Test folgt.
Das X4 bietet auf der linken Seite der Tastatur 6 große Makrotasten, die über einen Wahlschalter bis zu 18 Makros auf 3 Tastenebenen ermöglichen. Positiv: Durch drei kleine LEDs sehen Sie auf einen Blick, welche der drei Ebenen grade aktiv ist. Darüber hinaus bietet die Software noch 6 Profile für verschiedene Anwendungen/Spiele - in Sachen Makros gibt es daher bei der X4 keine Kritikpunkte.
Rechts neben der Ebenen-Wahl ist der Aufnahmeknopf für die On-the-Fly-Makroaufnahme positioniert. Es folgen sechs Tasten für die Multimediasteuerung und eine weitere für die Beleuchtung. Die Tasten lassen sich auf Grund ihrer Größe sicher bedienen und fügen sich in das stimmige Gesamtbild der Tastatur ein. Gelungen: Microsoft verzichtet bewusst auf überflüssige
Schnickschnack Spezialtasten wie beispielsweise Stand-by oder Mail-Shortcuts. Dafür befindet sich über dem Nummernblock eine kleine Extrataste für den Taschenrechner - danke Microsoft.
Im Vergleich zur X6 ist die aufgeräumte Positionierung und die intelligente Auswahl dieser kein Rückschritt. Allerdings bietet die X6 zwei große Drehknöpfe für die Beleuchtung und die Lautstärke - hier entscheidet letztendlich der Geschmack. Fakt ist jedoch, dass die X4 sich mit den relativ geduckten Konturen besser transportieren lässt und einfach stimmiger, stylisher erscheint. Einen großen Vorteil hat die X6 allerdings - hier lässt sich der Nummernblock für den Transport einfach abnehmen, dass kann die X4 nicht.
Dank der übersichtlichen Speichermöglichkeit in sechs Profilen lassen sich die Makros den unterschiedlichen Spielen oder auch Spielcharakteren zuordnen: Beispielsweise kann ein Profil mit einem Spiel verknüpft werden, so dass bei Spielstart auch automatisch die passende Tastenbelegung geladen wird. Möchte man doch einmal eine Pause einlegen und gerade einmal nicht spielen, kann über die Mode-Switch-Taste zwischen den normalen und den Gaming-Mode-Funktionen hin und her geschaltet werden. Vermutlich wird beim Umschalten die Windows-Taste reaktiviert, aber auch hier wird erst der finale Test Klarheit bringen.
Die rotgefärbte Beleuchtung lässt sich in drei Stufen einstellen und liegt auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Zwar wird auf verschiedene Farben verzichtet, aber diese Ausstattungs-Puristik folgt dem "ernsthaften" Gaming-Ansatz und ist nur bedingt ein Minuspunkt - wenn überhaupt.
In Sachen Ergonomie scheiden sich allerdings momentan die Geister in unserer Redaktion. Stein des Anstoßes ist die fest verbaute Handballenablage. Für einige Redaktions-Kollegen ist der "Anstieg" zu steil und man hat ständig das Gefühl, dass man zum Erreichen der oberen Tasten die Hand etwas anheben muss. Andere Kollegen konnten das Problem allerdings nicht bestätigen. Auch hier wieder unser Tipp: Sagt Ihnen die Technik einer Tastatur zu, sollten Sie dennoch nie auf einen Probelauf im Technik-Markt Ihres Vertrauens verzichten.
Die Druckpunkte der halbhohen Tasten sind gut, der Anschlag ist knackig und definiert, allerdings scheinen die Tasten etwas mehr Spiel als gewohnt zu haben. Das Gesamt-Layout der Tastatur ist vorbildlich, weil in Standard-Form. Im Gegensatz zur X6 positioniert Microsoft die ESC-Taste wieder Bündig mit dem Haupttastenfeld (bei der X6 liegt die ESC-Taste über den Makro-Tasten) - so lässt sich auch ohne Blick auf die Tastatur jede Taste sicher finden und ausführen.
Das neue SideWinder X4 Keyboard ist ab dem 3. März für rund 60 Euro erhältlich. Der Marktpreis wird sich nach einigen Wochen vermutlich bei 45 Euro einpendeln, da die X6 momentan für rund 50 Euro gehandelt wird. Und, weil die größte Konkurrenz, die Logitech G11, ebenfalls für rund 45 Euro gehandelt wird.
Zumindest ist die SideWinder X4 schon jetzt für 45 Euro in unserem Preisvergleich gelistet. Fazit: Die X4 reiht sich nahtlos bei den "erwachsenen" Gaming-Tastaturen ein und macht auch auf dem Schreibtisch eine gute Figur. Technisch einwandfrei, entscheidet hier letztendlich der Geldbeutel und das subjektive Ergonomie-Empfinde über die Kaufentscheidung.
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