Digitaler Vertrieb

Valve: Steam mit 97% Wachstum, dennoch Gewinnrückgang im Spielesegment

Der digitale Vertrieb von Computer- und Videospielen legt in den USA enorm zu, allerdings bricht analog dazu der Verkauf von Retail-Versionen ein. (Michael Bonke, 30.07.2009)
 
Valve Steam
 
Valve Steam [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die NPD-Group, Analyst der nordamerikanischen Verkaufscharts, ermittelte einen Rückgang im Bereich der Retail-Verkäufe um 41% gegenüber dem Vorjahr.

Anders sieht die Lage jedoch bei den Download-Portalen aus: Branchenprimus Valve konnte den Absatz über Steam nahezu verdoppeln (+ 97 % gegenüber dem Vorjahr). Der, zumindest hierzulande, noch vergleichsweise unbekannte Konkurrent Direct2Drive kann mit, immer noch beeindruckenden, 56% Wachstum aufwarten.Ungebremsten Zulauf hat dieses Segment aber nicht nur auf dem PC, wie die 73% Zuwachs der kostenpflichtigen Downloads über Microsofts Xbox LIVE-Dienst, belegen. Gerade hat sich Battlefield 1943, den Titel des am schnellsten über Xbox Live verkauften Downloadtitels mit 600.000 Stück innerhalb gerade mal einer Woche, gesichert.

Allerdings dürften selbst diese Traumzahlen kaum zu Begeisterungsstürmen innerhalb der Branche führen, da der digitale Vertrieb immer noch nur ein Bruchteil, 5% oder 1-2 Mrd. $ laut Wallstreet-Analyst Michael Pachter, des Gesamtmarktes (28 Mrd. $) ausmacht. Die Verluste auf dem Retail-Markt können demnach durch das hohe Wachstum der Download-Verkäufe nicht ausgeglichen werden.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
 


Quelle: PC Games.
 
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